Wissen ist nicht neutral

Didaktik als Werkzeug gegen Machtasymmetrien

Didaktisches Wissen, pädagogische Konzepte und Unterrichtsgestaltung wirken nicht nur vermittelnd – sie formen Realität. Gerade in der politischen Bildung ist entscheidend, ob Bildungsprozesse bestehende Machtverhältnisse stabilisieren oder irritieren. Wer versteht, wie Lernräume gestaltet werden, kann im Klassenraum üben Machtverhältnisse sichtbar machen – und Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Politische Bildung wird dadurch nicht einfacher, sondern herausfordernder: Denn Wissen ist nicht neutral, sondern immer situiert. Ziel ist kein „objektives“ Vermitteln, sondern ein kritischer Umgang mit Wissen, Positionierung und Herrschaft.