Diskriminierung dramatisieren – den Umgang entdramatisieren!?

Diskriminierung muss benannt werden. Und zwar so, dass ihre strukturelle, machtvolle und verletzende Dimension nicht relativiert wird. In der politischen Bildung heißt das: Diskriminierung darf nicht verharmlost oder individualisiert werden – sie ist systemisch. Sie muss angesprochen und „Dramatisiert“ werden. Gleichzeitig muss der Umgang mit diskriminierenden Aussagen oder Konflikten normalisiert also „entdramatisert“ werden. Denn Diskriminierung wird nie ganz verschwinden – stattdessen muss das Ansprechen, das Eingestehen von (diskriminierenden) Fehlern, ein reflexiver Umgang und Wiedergutmachung geübt werden – gerade in pädagogischen Kontexten möglichst „entspannt“ und „undramatisch“.

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Ein Plädoyer für die Entdramatiesierung von Geschlecht und insgesamt Erfahrungen von Diskriminierung (ab Seite 28): Hannelore Faulstich-Wieland (2005): Geschlecht im Schulalltag – Plädoyer für eine Entdramatisierung