Politische Bildung beginnt bei der eigenen Praxis
Politische Bildung bedeutet nicht nur, Inhalte zu vermitteln – sie zeigt sich in der Art und Weise, wie unterrichtet wird. Wie offen ist der Raum für Themen der Schüler:innen? Wie wird mit Machtverhältnissen im Klassenzimmer umgegangen? Wer darf was sagen – und wer eher nicht? Reflexion der eigenen Praxis ist kein Zusatz, sondern Kern professionellen Handelns. Lässt man sich von radikaldemokratischen Überlegungen leiten, kann man sich fragen: Wessen Stimme fehlt? Welche Themen werden ausgeschlossen? Welche Strukturen werden (un)bewusst reproduziert?
Weiterdenken: Reflexionsübungen
Reflexionsübung eigene Schulzeit
Wir alle hatten Lehrer:innen, die wir mochten und welche die wir „doof“ fanden, oder? Denk an deine eigene Schulzeit zurück. Welche Lehrer:innen fandest du schlecht, inkompetent oder einfach unsympathisch? Was hat damals zu deinem Urteil über sie geführt? Mach dir eine kleine (gedankliche) Notiz und frag die nächste Kolleg:in, wie das bei ihr:ihm war?
Reflexionsübung: Lieblingsmethoden
Was ist deine Lieblingsmethode? Oder deine 3 liebsten Methoden? Beobachte beim nächsten mal, wenn du sie benutzt, wer sich von den Schüler:innen beteiligt, wer nicht und inwiefern sie sich beteiligen? Gibt es Widerstände oder teilen die Schüler:innen deine Favoriten? Welche Konsequenz könnte es für die Schüler:innen haben, wenn sie DEINE Lieblingsmethode nicht mitmachen?
Reflexionsübung: Lieblingsklasse
Welche Klasse ist deine Lieblingsklasse und warum? Welche Klasse magst du gar nicht? Was unterscheidet die beiden Klassen? Gibt es strukturelle Merkmale der einen oder anderen Klasse, die gleich oder besonders unterschiedlich sind?