Das Persönliche ist politisch – manchmal erst auf den zweiten Blick

Verstehen statt entpolitisieren

Wenn Schüler*innen von Problemen sprechen – Stress, Leistungsdruck, Ausgrenzung – dann wirken diese zunächst individuell. Doch in der Analyse zeigt sich: Diese Erfahrungen verweisen oft auf gesellschaftliche Verhältnisse. Politische Bildung kann hier ansetzen, indem sie das Persönliche nicht privatisiert, sondern in einen politischen Zusammenhang stellt. Voraussetzung ist pädagogische Anerkennung: Die Bereitschaft, subjektive Erfahrungen ernst zu nehmen und als Ausgangspunkt kollektiven Lernens zu nutzen. Es braucht keine „großen“ politischen Themen – es genügt, genau hinzuhören.

Weiterdenken & Weiterlesen

Schon mal Biografiearbeit als Methode für die politische Bildung ausprobiert?

Für eine ausführliche Lektüre zur Anerkennung in der (politischen) Bildungsarbeit empfiehlt sich der Sammelband: Peter Henkenborg/Benno Hafeneger/Albert Scherr (Hrsg.) (2002): Pädagogik der Anerkennung. (leider nicht frei zugänglich)