Erfahrungen von Unterdrückung sind kein Zufall

Gesellschaftliche Problemlagen, die Jugendlichen „wehtun“, sind oft nicht zufällig. Vielmehr verweisen sie auf systematische Machtverhältnisse, in denen bestimmte Gruppen – etwa aufgrund ihrer Herkunft, Bildung oder Geschlechtsidentität – strukturell benachteiligt werden. Gerade an Berufsschulen zeigt sich: Die Themen, die Schüler:innen bewegen, entstehen oft aus direkten eigenen Erfahrungen mit Ungerechtigkeit – sei es durch rassistische Zuschreibungen, ökonomische Ausgrenzung, Sexismus und insbesondere Benachteiligung durch das Schulsystem. Politische Bildung könnte Räume schaffen, in denen diese Erfahrungen als Teil kollektiver Problemlagen sichtbar und bearbeitbar werden – und dadurch als Teil des Politischen verstanden werden

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Die Sinus Jugendstudie (zum download) gibt Einblicke in die Lebenswelt von Jugendlichen – inklusive Erfahrungen von Unterdrückung und dem Umgang mit andauernden Krisen: Süddeutsche Zeitung: Viele Krisen, viele Ängste (zum Überblick)